Stimmt, das nachgestellte "he/she said" würde ich als "Polizeiberichtstil" bezeichnen, den trifft man tatsächlich häufig in englischen Tageszeitungen.
Hier habe ich noch aus der Homepage von Time magazine einen Absatz aus einem Artikel über die Rezeption einer Studie, die Autismus mit dem Testosteronspiegel im Mutterleib in Verbindung bringt: Ein kritischer Kommentator der Studie wird so zitiert:
Not all experts agree. Laurent Mottron, a professor of psychiatry at the University of Montreal who wrote an accompanying review of Baron-Cohen's study, told TIME that Baron-Cohen's study, including the questionnaires used to measure autistic traits, presented major "logical and factual flaws." Because the children in the study were normally developing rather than autistic, the study showed only that exposure to testosterone was associated with typically male cognition, not a disorder.
http://www.time.com/time/health/article ... 15,00.htmlAlso zunächst "Mottron (..) told TIME", eine Paraphrasierung von "he said", aber dann der letzte Satz - ganz offensichtlich ist das die Meinung von Mottron, gegensätzlich zu der des Autors der Studie, Baron-Cohen, aber es gibt keinen richtigen Hinweis darauf, außer, um ein paar Ecken argumentiert, die Vergangenheitsformen "showed" und "was", denn der Artikelschreiber müßte seinen eigenen Kommentar zur Studie in den Präsens setzen.
Ansonsten veranschaulicht der Time-Artikel in ganzer Länge ein paar schöne Möglichkeiten, direkt oder indirekt zu zitieren. Wenn man selber was auf Englisch schreiben möchte, kann man sich da was abgucken, aber wenn man einen deutschen Text mit einer Aufzählung übersetzen will, bleibt man wahrscheinlich doch besser beim langweiligen "he/she said".